Die Herstellung der Pomeranzen (Bitterorangen)-Marmelade ist noch etwas aufwändiger als die aus Bergamotten. 2022/23 haben wir 30 Früchte à ca 150 g geerntet und 8 kg Marmelade daraus gewonnen.
2025/26 waren es bereits über 100 Früchte, die auch in etwa 100 Gläser à 330 g ergaben, also über 30 kg. Wie auch die Bergamotten-Marmelade bieten wir sie ab Mai in unserem Sfakia-Shop für je 5 € an (davon 50 Cent Glaspfand).
Zuerst werden die Früchte gewaschen, halbiert und ausgepresst. Die Pressrückstände (Kerne, weiße Membranen und Fasern) werden später zur Pektingewinnung benötigt. Die Schalen werden in feine Streifen geschnitten und 2mal je 5 Minuten in 2 Wassern gekocht um die Bitterkeit zu vermindern.
Den ausgekochten Schalenfitzeln wird dann der Saft beigegeben (20 Früchte ergeben ca. 1 l), sowie die Pressrückstände, die in Gazebeutel verpackt wurden und noch ein knapper Liter Wasser. Das Ensemble wird dann nochmals ca 20 Minuten gekocht und über Nacht stehen gelassen.



Am nächsten Morgen versucht man die Gazebeutel so gut wie möglich auszupressen und gewinnt damit ein Maximum des für die Gelierung notwendige Pektins, das dem Schalensud beigegeben wird (ein Teil hatte sich ja schon während des letzten Kochvorgangs gelöst). Nun kommt noch die Menge Zucker dazu, die dem aktuellen Rohstoff entspricht.
Schließlich folgt der letzte Kochvorgang. Dabei ist es wichtig, dass die Masse eine Temperatur von 104° bis 106° erreicht und auf diesem Niveau mindestens 5 Minuten kocht. Wenn die Gelierproben positiv ausfallen, kann man es eigentlich in die bereitgestellten, sterilisierten Gläser abfüllen. Es bleibt dann trotzdem spannend, denn die Marmelade in den Gläsern verhält sich leider dann doch nicht immer so wie die Gelierprobe und kann sehr lange brauchen um fest zu werden.


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