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	<title>Wandern &#8211; Καλώς ήρθατε στα Κολοκάσια</title>
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	<description>Herzlich willkommen in Kolokasia - Sfakia - Kreta - Griechenland</description>
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	<title>Wandern &#8211; Καλώς ήρθατε στα Κολοκάσια</title>
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	<item>
		<title>Der Neujahrsbrief 2025/26 aus Sfakia/Kreta</title>
		<link>https://kolokasia.proikio.de/tourismus/der-neujahrsbrief-2025-26-aus-sfakia-kreta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Λύκος]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 18:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kretische Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Jahreswechsel soll Anlass für ein Lebenszeichen aus unserem kretischen Exil sein, verbunden mit unseren besten Wünschen an unsere lieben Ölfreundinnen und -freunde in der fernen Erstheimat! Καλή χρονιά και χρόνια πολλά, αγαπητοί φίλες και φίλοι! Von unserem aktuellen kretischen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-post-date has-text-color has-vivid-cyan-blue-color has-small-font-size"><time datetime="2025-12-31T19:33:44+01:00">31. Dezember 2025</time></div>


<p>Der Jahreswechsel soll Anlass für ein Lebenszeichen aus unserem kretischen Exil sein, verbunden mit unseren besten Wünschen an unsere lieben Ölfreundinnen und -freunde in der fernen Erstheimat!</p>



<span id="more-768"></span>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Καλή χρονιά και χρόνια πολλά, αγαπητοί φίλες και φίλοι!</strong></p>



<p>Von unserem aktuellen kretischen Halb-Jahr sind nun schon zwei Monate verstrichen, in denen nicht sehr viel passiert ist, aber sich doch schon ausreichend Stoff für einen kurzen Ölbrief angesammelt hat. Das eigentliche Hauptereignis des Jahres 2025 fand ja am 12. September statt und machte uns zu&nbsp;γιαγιά&nbsp;und&nbsp;παππούς&nbsp;(Oma &amp; Opa) von Alma Liv, weshalb wir auch gerne unsere Abreise etwas hinausgezögert haben.</p>



<p>Wir kamen aber noch rechtzeitig zu unserer eigenen Olivenernte, die wir Anfang November&nbsp;&nbsp;mit Unterstützung erfahrener Helferinnen relativ schmerzlos abwickeln konnten. In einer Woche – gerne unterbrochen vom Fest des Hl. Georgs des Besäufers (του&nbsp;Αγίου&nbsp;Γεωργίου&nbsp;του&nbsp;<br>Μεθυστή) in Kallikratis – brachten wir knapp 400 kg&nbsp;<em>Tsounates</em>-Oliven zusammen und gewannen daraus ca. 70 Liter feines Öl, was für den Hausbedarf ausreichen sollte. Dafür, dass die meisten Bäume im vergangenen Jahr nicht viel Regen abbekommen haben und die Früchte nicht gerade prall gefüllt schienen, war die Ratio 6:1 (1l Öl aus 6 kg Oliven) zufriedenstellend, vor allem auch der niedrige Säuregehalt von 0,5 %.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1920" height="2560" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_9813-edited-scaled.jpeg" alt="" class="wp-image-774" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:600px" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_9813-edited-scaled.jpeg 1920w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_9813-edited-225x300.jpeg 225w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_9813-edited-768x1024.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_9813-edited-1152x1536.jpeg 1152w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_9813-edited-1536x2048.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption class="wp-element-caption">Olivenernte am 8. November</figcaption></figure>
</div>


<p>Klagen hören wir hingegen von den Olivenbauern der „Ebene“, die aus ihren bewässerten Pflanzungen der Sorte&nbsp;<em>Koroneiki</em>&nbsp;dieses Jahr keinen guten Ertrag erzielen konnten und die Ratio war dort keineswegs besser als unsere. Ohnehin scheint es um die Zukunft des Olivenanbaus in Sfakia nicht so gut bestellt zu sein. Dieser hatte in der Küstenebene von Frangokastello erst in den 70er Jahren einen Aufschwung genommen, als die technischen Möglichkeiten für die Förderung von Tiefenwasser gegeben waren und der einst im Sommer ausgetrocknete&nbsp;<em>kambos</em>&nbsp;kultiviert werden konnte, was mit einer effektiven Flurbereinigung einherging, die die Landschaft sichtbar verändert hat.</p>



<p>Inzwischen gelten für die hiesige Wasserwirtschaft aber andere Vorzeichen. Die in den letzten 50 Jahren revolutionär optimierte Infrastruktur hat den Tourismus für viele zur Haupteinnahmequelle gemacht, und nicht der Anbau von Oliven sondern der Neubau von „Luxury Villas“ und Hotels steht auf dem Investitionsprogramm. Der Bau der seit längerem geplanten Anlage unterhalb von Agios Nektarios hat nun Fahrt aufgenommen. War ursprünglich die Rede von 8 Einheiten mit je individuellem Meerwasser-Pool, ist man nun bei 33, ebenfalls jede mit eigener&nbsp;<em>pisina</em>, und zwar befüllt mit Süßwasser aus den Reserven, die einst angebohrt wurden, um die Landwirtschaft zu ermöglichen. Allerdings müssten die Hotelgäste ja auch bis zu 100 m laufen um den natürlichen Meeresstrand zu erreichen&#8230;</p>



<p>Über kurz oder lang wird dadurch nicht mehr ausreichend Wasser für die Landwirtschaft zur Verfügung stehen, wie es in Ostkreta bereits der Fall ist. Die touristischen Einrichtungen arbeiten nur wenige Monate im Sommer, befüllen aber jeden einzelnen Pool mit einer Menge Wasser, mit der 100 Olivenbäume in dieser Zeit locker über die Runden kämen. Gleichzeitig nimmt die Jahresniederschlagsmenge ab: dieser Winter brachte bisher 200 ml (der letzte bis Jahresende 250; 300 sollten bis jetzt gefallen sein). Eine in diesem Herbst bereits spürbare Konsequenz war, dass die einzige in Sfakia noch verbliebene Ölmühle später als sonst die Arbeit aufnahm und auch nur unregelmäßig geöffnet war. Der Betreiber spricht davon, den Laden zuzumachen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1783-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-771" style="width:500px" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1783-768x1024.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1783-225x300.jpeg 225w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1783-1152x1536.jpeg 1152w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1783-1536x2048.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_1783-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Alte Ölmühle (bis ca 1970) in Kapsodasos</figcaption></figure>
</div>


<p>Man darf gespannt sein, in welcher Form sich der Tourismus in Kreta weiterentwickelt: ob er weiterhin vor allem von Mai bis Oktober Wasser und Landschaft verbraucht und wenig dauerhafte und qualifizierte Arbeitsplätze schafft, oder ob ein Interesse besteht, ihm eine sanftere und nachhaltigere Form zu geben. Ein Ansatz wäre, das rudimentär noch vorhandene ausgedehnte Netz alter gepflasterter Saumpfade zu restaurieren und Sfakia mit seiner einzigartigen Vielfalt jahrtausendealter Kulturlandschaften von der Küste über die fruchtbaren Hochebenen bis zum Hochgebirge in ein gerade im Winter attraktives Wanderparadies zu verwandeln. Sonnenenergie, um die Pools im Winter zu beheizen, wäre vorhanden. Die Tage sind auch in den kürzesten Raunächten fast 10 Stunden lang (heute 07:31 bis 17:21 OEZ).</p>



<p>In diesem Winter freuen wir uns darüber, dass zumindest einige Angehörige des Kolokasia-Freundeskreises die renovierten Häuser in unserem alten Dorf nutzen, um hier einige Wochen oder gar Monate im Winter zuzubringen und die Residenten-παρέα&nbsp;zu bereichern. Vollkommene Ruhe und zugleich hervorragende Internet-Abdeckung machen Kolokasia zur idealen Destination für digitale Nomaden. Ebenso bin ich aber zuversichtlich, dass es zukünftig auch eine winterliche Edition des im August erfolgreich durchgeführten&nbsp;<em>Agro-Workshops Sfakia</em>&nbsp;geben wird. Neben der Arbeit im Olivenhain (Bodenbearbeitung und Baumschnitt) würde vor allem die Herstellung von Citrus-Marmeladen auf dem Programm stehen. Von unseren Pomeranzen haben wir schon Anfang Dezember die Hälfte marmeladisiert und 40 Gläser gefüllt. Der Bergamottenbaum ächzt bereits unter seiner Fracht, während die Zitronen noch grün aber auch zahlreich sind.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0644-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-772" style="width:700px" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0644-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0644-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0644-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0644-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0644-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Winterarbeiten im Olivenhain</figcaption></figure>
</div>


<p><img decoding="async" src="" alt="" style="">Da das ja eigentlich ein Öl-Brief sein soll, zum Abschluss noch der praktische Hinweis, dass neues ELIVA-Öl voraussichtlich ab Anfang Mai in Gustavsburg zur Verfügung stehen wird. Wenn sich alles (inklusive der Preise) konkretisiert, also voraussichtlich Anfang April, werden wir uns wieder melden und offen für Bestellungen sein (auch der übrigen sfakiotischen Produkte wie Marmeladen, Honig, Käse, Tee).</p>



<p>Bis dahin verbleiben wir mit freundschaftlichen Sommer-im-Winter-Grüßen und wünschen einen guten Start in ein hoffentlich gesundes, kreatives und möglichst friedvolles neues Jahr!</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="52" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirm­foto-2022-12-22-um-13.39.41-300x52.png" alt="" class="wp-image-271" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirm­foto-2022-12-22-um-13.39.41-300x52.png 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirm­foto-2022-12-22-um-13.39.41.png 732w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="773" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0737-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-773" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0737-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0737-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0737-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0737-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0737-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="775" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0742-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-775" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0742-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0742-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0742-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0742-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2026/02/IMG_0742-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Winterstrände in Frangokastello</figcaption></figure>



<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/27a1.png" alt="➡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <strong>Hier gibt&#8217;s diesen <a href="https://www.kolokasia.de/oel/2025-26_Neujahrsbrief_aus_Sfakia.pdf">Ölbrief im pdf-Format</a></strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2757.png" alt="❗" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kalender &#124; Κολοκάσια · Σφακιά 2024 &#124; Ημερολόγιο</title>
		<link>https://kolokasia.proikio.de/kalender/kalender-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Λύκος]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jan 2024 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern in Sfakia]]></category>
		<category><![CDATA[Sfakiotische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kolokasia.proikio.de/?p=670</guid>

					<description><![CDATA[Die Ausgabe 2024 will dazu einladen, den landschaftlichen, geschichtlichen und kulturellen Reichtum der Region Sfakia auf eigenen Füßen zu erkunden. Der Κολοκάσια-Kalender 2024 kann weiterhin hier im pdf-Format heruntergeladen werden. Jeder Monat ist mit einer Wanderung oder einem Spaziergang verknüpft,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Die Ausgabe 2024 will dazu einladen, den landschaftlichen, geschichtlichen und kulturellen Reichtum der Region Sfakia auf eigenen Füßen zu erkunden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.kolokasia.de/imerologio/kolokasia_2024.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/kolokasia_2024_titel-1024x724.jpg" alt="" class="wp-image-671" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/kolokasia_2024_titel-1024x724.jpg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/kolokasia_2024_titel-300x212.jpg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/kolokasia_2024_titel-768x543.jpg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/kolokasia_2024_titel-1536x1085.jpg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/kolokasia_2024_titel.jpg 1684w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<span id="more-670"></span>



<p>Der Κολοκάσια-Kalender 2024 kann weiterhin <strong><a href="https://www.kolokasia.de/imerologio/kolokasia_2024.pdf" data-type="link" data-id="https://www.kolokasia.de/imerologio/kolokasia_2024.pdf">hier</a> </strong>im pdf-Format heruntergeladen werden. </p>



<p>Jeder Monat ist mit einer Wanderung oder einem Spaziergang verknüpft, auf die ein kurzer Bildkommentar Lust machen möchte. Auf jeder Seite findet ihr unten (normalerweise) links eine Kartenskizze, auf der die Strecke eingezeichnet ist. Wenn ihr den QR-Code auf der anderen Seite des Kommentars mit eurem Handy scannt, gelangt ihr auf die beliebte Wander- und Outdoor-Plattform <a href="https://www.komoot.de/">komoot.de</a> (eventuell ist eine Anmeldung erforderlich), und zwar direkt zu einer umfassenden Aufbereitung der jeweiligen Route mit detaillierten Karten, vielen weiteren Fotos, Beschreibung von Sehenswürdigkeiten auf der Strecke und Angaben zur Länge und zum Schwierigkeitsgrad (Steigungen, Untergrund…). Sämtliche Touren (und <a href="https://www.komoot.de/collection/1915257/-wandern-und-meer-in-sfakia-suedwest-kreta">Dutzende weitere</a>) wurden in den letzten Jahren von mir persönlich, zumeist in Begleitung von Frau und Freunden absolviert, so dass wir auch individuelle Antworten auf konkrete Fragen dazu geben können. Die Wanderungen, deren Startpunkt Patsianos ist, können ebensogut von Frangokastello oder Kolokasia aus unternommen werden.</p>



<p>Allerdings hoffen wir, dass sich alle Betrachter und Benutzer an dem Kalender und seinem virtuellen Beiwerk auch erfreuen können, ohne physisch einen Fuß vor die Tür eines <a href="https://kolokasia.de/sfakianospiti/Das_sfakiotische_Haus.pdf">sfakiotischen Hauses</a> zu tun.</p>



<p>Weiter unten auf dieser Seite findet ihr eine Liste der monatlichen Wanderungen mit ausgeschriebenen und klickbaren Links, so dass ihr das Angebot auch auf PC und Laptop nutzen könnt.</p>



<p>Das Titelbild zeigt das καλντερίμι (kalderimi, von türk. <em>kaldırmak</em>: „etwas bleibend machen“), den alten gepflasterten Weg durch die Asfendu-Schlucht, die Kolokasia mit seinem Sommerdorf in 700 m Höhe verbindet. Viele Wanderungen verlaufen zumindest teilweise auf Resten der sorgsam und mit großem Sachverstand in Gemeinschaftsarbeit angelegten und jahrhundertelang unterhaltenen alten Wege. Ihnen und ihren Erbauern ist der Kalender in besonderer Weise gewidmet, daher der Untertitel <strong>Αφιέρωμα </strong><strong>στα </strong><strong>σφακιανά </strong><strong>μονοπάτια </strong><strong>και </strong><strong>καλντερίμια</strong> – eine Hommage an die sfakiotischen Pfade und Pflasterwege, von denen zum Glück immer noch etwas geblieben ist.</p>



<p>Auch zum Titelblatt gehört eine Wanderung, genau die durch den Ασφενδιώτικο Φαράγγι, die Asfendu-Schlucht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="220" height="220" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/asfendiotiko.png" alt="" class="wp-image-672" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/asfendiotiko.png 220w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/12/asfendiotiko-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 220px) 100vw, 220px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://www.komoot.de/tour/372737162">https://www.komoot.de/tour/372737162</a></figcaption></figure>
</div>


<p><strong>Καλή χρονιά</strong>, ein gesundes und kreativ-aktives neues Jahr wünscht das Proikio-Kolokasia-Team!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Januar</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-e44ef017487bc338754f56fea49d15b6"><strong>Aufstieg nach Mourí (1000 m) | Ανάβαση στο Μουρί (1000 μ)</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/1047478785">https://www.komoot.de/tour/1047478785</a></p>



<p>Von Chora Sfakion aus folgt man zunächst dem „<a href="http://www.komoot.de/tour/640738644">10-Kirchen-Spazier</a>“ und biegt am höchsten Punkt nach Norden ab. Nach 850 m weiterem Aufstieg auf 8 km gelangt man in das verlassene steinerne Dorf Mouri mit der beeindruckenden Doppelkirche Χριστός &amp; Παναγία. Später ist dann noch die Ilingas-Schlucht mit der wandbemalten Agios-Georgios-Kirche zu durchqueren. Die Taverna Anopoli bietet einen Taxidienst zum Abholen (+30 2825 091171).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Februar</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-7f6310b58698c7fad64af870614d673b"><strong>Über Mexikastello nach Kapsodasos | Μεξικάστελλο &amp; Καψοδάσος</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/1028199187">https://www.komoot.de/tour/1028199187</a></p>



<p>Der Spaziergang berührt die wesentlichen Sehenswürdigkeiten von Patsianos und Kapsodasos und illustriert die Mexikanisierung der sfakiotischen Land(wirt)schaft. Die Route erlaubt einen Abstecher zur spektakulären Kirchenruine des Hl. Vukolos und führt durch Kaktus-und Agavenfelder (etwas querfeldein). Nach Überquerung der Straße bei der Vigles-Taverne in Kapsodasos wird sie zum historischen Architektur-Lehrpfad und mündet auf das alte καλντερίμι (gepflasteter Weg) Patsianos-Kallikratis.</p>



<h2 class="wp-block-heading">März</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-d30f08d9431797664889a7fa2f1ea255"><strong>Zum Steilen Sand</strong> | <strong>Ορθή Άμμος</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/6845562">https://www.komoot.de/tour/6845562</a></p>



<p>Diese Strecke, die auch gut als (E-)Fahrrad-Tour durchführbar ist (Verleih bei Jorgos Kukunaris), säumt und durchquert den κάμπος, das „Feld“, wie die seit Jahrtausenden besiedelte Küstenebene von Frangokastello genannt wird. Von Patsianos aus erreicht man nach 4 km einen oft menschenleeren Strand, zu dem man auf einer Düne hinunterrutschen kann. Weitere Highlights sind das 2023 restaurierte Kastell und das alte Kloster des Hl. Charalambos und ein paar Hundert Meter nördlich die frühchristliche Kirchenanlage des Hl. Nikitas.</p>



<h2 class="wp-block-heading">April</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-bcf2e5e5b2af71b6fe9c2f01d8c39c60"><strong>Auf den Fußstapφen des Hl. Georg | Στις πατησιές του Αγίου Γεωργίου</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/1008697384">https://www.komoot.de/tour/1008697384</a></p>



<p>In der trostlos scheinenden Steinwüste zwischen Arádena und Livanianá leuchtet schon von weitem ein kleines Kapellchen, neben dem 2 qm eingezäunt sind. Hier sind die Fußstapfen des Pferdes von ‘Αγιος Γεώργιος markiert, das dieses beim Absprung von hier auf die Insel Gavdos hinterließ. Der Rundweg von Anopoli führt uns über teilweise gut erhaltene καλντερίμια und úberrascht mit atemberaubenden Ausblicken und weiteren Highlights wie der Agia Ekaterini-Kirche und dem Blick in die Arádena-Schlucht</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mai</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-3acf10c78726d9e486859d73714b94b1"><strong>Architektur-Lehrpfad in Kapsodasos | Καψοδάσος: υπαίθριο μουσείο του Σφακιανού</strong> <strong>Σπιτιού</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/165748072/">https://www.komoot.de/tour/165748072/</a></p>



<p>Auf diesem Rundgang durch Kapsodasos kann man ebenso wie im Nachbardorf Patsianos das <a href="https://kolokasia.de/sfakianospiti/Das_sfakiotische_Haus.pdf">σφακιανό σπίτι</a> als sfakiotisches Einraum-Bogenhaus oder zweistöckiges αρχοντικό (Herrenhaus) in verschiedenen Stadien des Verfalls und der Erhaltung studieren, auch mit unerwarteten Innen-Einblicken, die illustrieren, wie man hier jahrhundertelang lebte, bis Beton und andere Segnungen der Zivilisation Einzug hielten. Weiteres zu diesem bedrohten Kulturerbe der Sfakia in unserer <a href="https://kolokasia.de/sfakianospiti/Das_sfakiotische_Haus.pdf">kleinen Broschüre</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Juni</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-a8f71d2480b2e847225962b22cba2e5f"><strong>Καλντερίμια-Höhenrunde Anopoli | Περνώντας από Σκύλλα και Χάρυβδη</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/905334847">https://www.komoot.de/tour/905334847</a></p>



<p>Ausgehend von der Taverna-Anopoli führt uns dieser Weg durch mehrere Ortsteile des heroisch-historischen Bergdorfes und zwar teilweise auf Resten der καλντερίμια, über welche die Hirten einst mit ihren Herden die Μαδάρα, die Hochweiden der Weißen Berge erreichten. Teilweise sind die Pflasterwege den Schotterpisten zum Opfer gefallen, die für den Wanderer manchmal aber fast unpassierbar sind, weil bissige Hunde gleich Skylla &amp; Charybdis zum Hindernis werden (bei Km 4,2).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Juli</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-f92c92af6ae457b1712949dca83e5cda"><strong>Über den Süßwasserstrand nach Lutró</strong> | <strong>Γλυκά νερά και πικρή ταλαιπωρία</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/137631">https://www.komoot.de/tour/137631</a></p>



<p>Der Küstenpfad von Chora Sfakion nach Lutró ist sehr beliebt und scheint einfach und problemlos, allerdings hat er doch mehrere Tücken und birgt Gefahren. Es gibt überhaupt keinen Schatten und ein älteres Paar ist hier schon an Hitzschlag gestorben, eine Touristin wurde am Süßwasserstrand von einem Felsen erschlagen, und kurz nach dem Einstieg in der ersten Haarnadelkurve Richtung Anopoli (hier Parken möglich) gibt es ein kurzes ausgesetztes Stück, das nicht nur Trittsicherheit sondern auch Freiheit von Schwindel erfordert. Wer mag und kann, kombiniert mit <a href="https://www.komoot.de/tour/1393634209">https://www.komoot.de/tour/1393634209</a> und spürt, wie man vor dem Bau der Autostraße nach Anopoli wanderte</p>



<h2 class="wp-block-heading">August</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-fd2f6399729266e7261d63365dcc8adb"><strong>1000 jähriges Kulturerbe in Kolokasia | Σώστε το Σφακιανό Σπίτι!</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/1383930145">https://www.komoot.de/tour/1383930145</a></p>



<p>Das 1000jährige Kolokasia, zusammen mit Vuvás und Nomikianá Winterdorf von Asfendou, erhielt sich, nachdem es in den 70ern von seinen Bewohnern verlassen wurde, als einzigartiges architektonisches Ensemble mit über 20 teilweise noch intakten sfakiotischen Einraum-Bogenhäusern des Kallikratis-Typs (vgl. Kalenderblatt Mai). Heute sind nur noch wenige Häuser in einem Zustand, der den traditionellen Bauplan direkt erkennen lässt. Die nach Süden weisende Frontseite war oft unverputzt und verfügte nur über <strong>ein</strong> richtiges Fenster. Kunstvoll gemauerte Nischen in der meterdicken Wand dienten innen und außen als Ablagen oder nahmen den Wasserkrug auf. Wir besuchen es hier auf einer Wanderung von Patsianos nach Vuvás und queren dabei die Asfendos-Schlucht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">September</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-505b747b4a248e49bc1d08355c1c05ce"><strong>Türkische Burg in Askifu | Κουλέδες στ’ Ασκύφου</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/991724">https://www.komoot.de/tour/991724</a></p>



<p>Mitunter wird vergessen oder sogar geleugnet, dass die osmanische Besatzungsmacht in fast allen sfakiotischen Dörfern militärische Stützpunkte unterhielt, so in Askifu, Imbros, Chora Sfakion, Lutro und Agia Rumeli. Sie heißen <em>κουλέδες</em> (&lt; türk. <em>kule</em> &lt; arab. <em>qul’ay</em>, „kleine Burg“) und ihren Verfall bedauerte nach 1898 niemand. In Frangokastello wurde die vorhandene venezianische Festung genutzt, unterhalten und auch weiter ausgebaut (und nunmehr samt türkischer Bauteile renoviert). Diese Wanderung führt auf alten Wegen zuerst über den malerischen Ortsteil Goní durch die Askifu-Ebene und dann durch ein grünes Tal nach Asfendu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Oktober</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-ba62c8b679aa07d5dec0d381e205a1ed"><strong>Παλαιές ελιές στο Σφακιανό Φαράγγι | Die sfakiotische Wald-Schlucht</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/345142583">https://www.komoot.de/tour/345142583</a></p>



<p>Von den über 20 sfakiotischen φαράγγια genießen (zum Glück) nur die Samaria- und die Imbros-Schlucht in größerem Umfang touristisches Interesse. Nicht schwer zu durchwandern ist neben den Schluchten von Aradena, Kallikratis und Asfendu aber auch die Sfakia-Schlucht (Σφακιανό Φαράγγι). Sie ist ziemlich geröllig und steigt im unteren Teil sehr sanft an und weist einen relativ dichten und vielfältigen Baumbestand auf. Ihr östlicher Arm entspringt in der Tavri-Ebene, die von Askifu mit dem Auto erreichbar ist. Auch Oliven wurden hier unten einst kultiviert. Dieses jahrhundertealte Exemplar der Sorte τσουνάτες zapft mit seinen Wurzeln sicher den unterirdischen Fluss an, der hier zu vermuten ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">November</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-acf3d8911e09489787bfabbb1359dd87"><strong>Wilde Na- und Architek-Tour</strong> | <strong>Φύση</strong><strong> </strong><strong>και</strong><strong> </strong><strong>κτίση</strong><strong> </strong><strong>στον</strong><strong> </strong><strong>Κάμπο</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/1382126403">https://www.komoot.de/tour/1382126403</a></p>



<p>Auf zunächst etwas wildem Pfad erreicht man den alten Friedhof von Patsianos mit der bemalten Ruinenwand von Agios Vukolos und von dort den Vatalos-Strand, der im Laufe der Jahreszeiten unterschiedlich sandig oder steinig, breit oder inexistent ist. Nach einem 1,5-km-Uferspaziergang biegen wir links ab und stürzen uns in eine Reise durch fast 2000 Jahre Bau- und Kulturgeschichte: von der neuesten futuristischen <em>luxury villa </em>zu den antiken Säulen bei der Kirchenruine des Erzengels Michael, um wenig später zu bewundern, wie der Agrotourismus sich hier im κάμπος architektonisch aufbaut. Ein idealer Ziel- und Startpunkt ist die Taverna Vigles in Kapsodasos.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dezember</h2>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-3369cca581e3e0560afa1754adf39382"><strong>Auf dem Balkon Gottes: zwischen Himmel und Meer</strong> | <strong>Βαθειά αναπνοή στο Μπαλκόνι του Θεού</strong></p>



<p><a href="https://www.komoot.de/tour/1367760523">https://www.komoot.de/tour/1367760523</a></p>



<p>Ein leichter Spaziergang durch die arg gelichteten Pinienwälder von Agios Ioannis auf 600 &#8211; 800 m über dem Meer. Nach 1,5 km kann man links einen Abstecher zum Seluda-Aussichtspunkt machen, um in der blauen Tiefe nach dem Hl. Paulus zu forschen. Rechts gelangt man nach kurzem Anstieg zur Panagia-Kirche mit gut erhaltenen wunderschönen Fresken mit Lokalkolorit (Tintenfischlein auf dem Abendmahlstisch!). Dieses kulinarische Versprechen lässt sich in der Taverna Alonia einlösen. Um auf dem Rückweg auf direktem Pfad zum Ausgangspunkt zu gelangen, nimmt man <a href="https://www.komoot.de/tour/1367358067">https://www.komoot.de/tour/1367358067</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Frühjahrsbrief 2023 aus Sfakia/Kreta</title>
		<link>https://kolokasia.proikio.de/tourismus/der-fruehjahrsbrief-aus-sfakia-kreta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Λύκος]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 14:45:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kretische Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Ölbrief vom März 2023 Liebe Kreta-Freunde und -Freundinnen, nach 3 Monaten und kurz vor Frühlingsbeginn wieder etwas Neues von den Gestaden des Libyschen Pelagos. &#8211; Unsere 2. Winterhälfte war meteorologisch zwar nicht eitel Sonnenschein, aber doch mehr als erträglich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-post-date has-text-color has-vivid-cyan-blue-color has-small-font-size"><time datetime="2023-03-17T15:45:39+01:00">17. März 2023</time></div>


<p>Unser Ölbrief vom März 2023</p>



<span id="more-586"></span>



<p>Liebe Kreta-Freunde und -Freundinnen,</p>



<p>nach 3 Monaten und kurz vor Frühlingsbeginn wieder etwas Neues von den Gestaden des Libyschen Pelagos. &#8211; Unsere 2. Winterhälfte war meteorologisch zwar nicht eitel Sonnenschein, aber doch mehr als erträglich. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1604-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-597" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1604-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1604-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1604-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1604-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1604-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kallikratis am 12.02.23</figcaption></figure>



<p>Nur etwa eine Woche lang Anfang Februar, als die Temperaturen in mehreren Nächten auf 3 Grad (bei starkem Nordwind auch für die Bäume gefühlt unter Null) sanken und in Kallikratis 30 cm Schnee lagen, musste der Ofen qualmen, gefüttert mit freilich ausreichend vorhandenem Olivenholz aus den Rückschnitten der letzten Jahre. Dem Brauch folgend wurden die dünneren Zweige aus dem diesjährigen Schnitt vor Ort in Kolokasia verbrannt und auf der Glut dann die guten lokalen Räucherbratwürstchen gegrillt (noch vor Beginn der Fastenzeit).</p>



<p>Der Sfakiote ist als Viehzüchter oder Olivenbauer aus Prinzip nie mit dem Wetter zufrieden: entweder ist es zu heiß, zu windig, oder es regnet zu viel oder zu wenig. In dieser Saison ist eher die letzte Klage gerechtfertigt. Von dem Niederschlags-Jahressoll von ca 800 l/qm (das hier ja praktisch vollständig im Winterhalbjahr zu erbringen ist, gegenüber unter 600 ganzjährig in Mainz) haben wir bis jetzt gerade 50% erreicht. Aber immerhin hat es gestern und heute wieder schön (30 l/qm) geregnet und bis Ende April wird die Hoffnung nicht sterben. Leider sind die Weißen Berge bisher immer nur wenige Tage lang weiß gewesen und es sind kaum Niederschläge als Schnee gespeichert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1908-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-589" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1908-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1908-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1908-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1908-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1908-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Patsianos Mitte März</figcaption></figure>



<p>Von unseren Kämpfen mit dem griechischen Amts-Esel haben wir schon des Öfteren berichtet. Das leidige Thema „Kataster“ (κτηματολόγιο, digitale Erfassung aller Liegenschaften in Griechenland) ist für uns immer noch nicht abgeschlossen. Weil ein Großteil der Grundstückseigentümer auch 2 Jahre nach Ende der ersten Frist die Unterlagen noch nicht eingereicht hat, wird die Frist aber zum Glück immer wieder verlängert. Um meine Bankkarte bei der Hellenischen Nationalbank zu verlängern muss ich alle 3 Jahre eine erhöhte Anzahl von Nachweisen vorlegen, die es teilweise gar nicht gibt: z.B. eine Rentenbescheinigung, die ich als Pensionär nicht bekomme, oder die Bescheinigung über die Zuteilung einer Steuernummer, die ich vor 20 Jahren beantragt habe, als es diese Bescheinigung noch nicht gab (der hiesige Steuerbescheid mit Quittung über alle bezahlten Steuern reicht nicht). Deshalb reisen wir mindestens alle 3 Wochen über die Berge zum Rendez-vous (ραντεβού, der griechische Terminus für Termine jeglicher Art) mit unserer liebsten Freundin, der Rechtsanwältin Theano, mit der Nationalbank, dem Finanzamt oder dem Elektrizitätsamt (auch eine Bescheinigung über einen bestehenden Stromvertrag benötigt man für die Verlängerung des Bankkontos).</p>



<p>Dank der freundlichen Witterung konnten wir diesen Winter diese Pflichtfahrten öfter denn je mit der Erkundung neuer Wanderrouten auch auf der Nordseite der Berge verbinden. Zu diesem Zweck leisten wir uns dann auch mal eine oder zwei Hotelübernachtungen, für die man auch in einem gut ausgestatteten Haus der venezianischen Altstadt von Chania im Winter nicht mehr als 40 € berappen muss (während man für ein Bier ganzjährig nun schon oft 5 € bezahlt). Was unsere Wandertouren betrifft, zeichne ich sie seit über 10 Jahren mit der Outdoor-App <em>Komoot</em> auf und war nun doch erstaunt zu sehen, dass es inzwischen 827 sind, davon etwa ein Drittel auf Kreta mit über 1000 km. Die schönsten Wanderungen in Sfakia habe ich in einer Sammlung hier zusammengestellt, und ich lade alle Kretafahrer ein, uns auf diesen zumeist nicht sehr ausgetretenen Pfaden zu folgen oder selbst neue zu entdecken. Das ist selbst für uns nach rund 50 Jahren Kretawandern immer noch möglich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.komoot.de/collection/1915257/-wandern-in-sfakia-suedwest-kreta "><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="538" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Bildschirm­foto-2023-03-17-um-15.18.03-1024x538.png" alt="" class="wp-image-598" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Bildschirm­foto-2023-03-17-um-15.18.03-1024x538.png 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Bildschirm­foto-2023-03-17-um-15.18.03-300x158.png 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Bildschirm­foto-2023-03-17-um-15.18.03-768x403.png 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Bildschirm­foto-2023-03-17-um-15.18.03-1536x807.png 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Bildschirm­foto-2023-03-17-um-15.18.03-2048x1076.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Komoot-Kollektion <em>Wandern in Sfakia</em></figcaption></figure>



<p>Als ich vor rund 50 Jahren erstmals kretischen Boden betrat, wurde das Dorf Κολοκάσια/Kolokasia (οffiziell seit 1934 <em>Άγιος </em><em>Γεώργιος/Agios Georgios</em>), in dem sich unser altes Φοίνικας/Finikas-Haus und unsere ca 20 privaten Olivenbäume befinden, von seinen Bewohnern verlassen, weil die staatliche Planung der damaligen Militärjunta nicht vorsah, das Dorf an die moderne Infrastruktur (Straße, Strom) anzuschließen, deren Achse (von Chora Sfakíon noch Rodákino) 1 km südlich und 150 m tiefer verlaufen sollte. An der damals neu gebauten autotauglichen Straße stampfte man unterhalb von Kolokasia das neue Dorf <a href="https://goo.gl/maps/aKkqQ4NcoieQJcLt7">Agios Nektarios</a> aus dem kargen Boden, in dem sich etwa ein Dutzend Familien aus dem Oberdorf niederließ.</p>



<p>20 Jahre später gab es eigentlich nur noch einen örtlichen Nutznießer des alten Dorfes, nämlich einen Viehzüchter mit seiner Familie und seinen überdimensionierten Schafziegen-Herden, die im Prinzip nichts anderes taten und tun, als die jahrtausendalte Kulturlandschaft progressiv zu zerstören und gleichzeitig von europäischen Subventionen zu profitieren. Ihm und dem verlassenen Dorf spendierte das frisch in die EU aufgenommene demokratische Griechenland damals eine Betonstraße, die wohlgemerkt immer noch gut befahrbar ist, sogar für über 7,5-Tonner. Dieser Straße und einem ebenfalls EU-gestützten Programm zur „Förderung der öffentlichen Straßenbeleuchtung in traditionellen Dörfern“ ist es zu verdanken, dass im März 2023, 50 Jahre nachdem der letzte traditionelle Bewohner das Dorf verlassen musste, eine Stromleitung nach Kolokasia verlegt – oder besser „gespannt“ – wird. Ein trotz allem abenteuerliches Unterfangen, denn die letzten sechs der insgesamt zwölf fast 15 m hohen Strommasten aus Holz müssen dann doch mehrere Hundert Meter abseits der Straße aufgestellt werden, was bis zur Stunde noch aussteht. Nur die Löcher für die Pfeiler sind bereits in den widerspenstigen, felsdurchsetzten Boden gebohrt worden.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="863" height="1024" data-id="595" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1709-863x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-595" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1709-863x1024.jpeg 863w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1709-253x300.jpeg 253w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1709-768x911.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1709-1294x1536.jpeg 1294w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1709-1726x2048.jpeg 1726w" sizes="(max-width: 863px) 100vw, 863px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="592" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1766-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-592" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1766-768x1024.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1766-225x300.jpeg 225w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1766-1152x1536.jpeg 1152w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1766-1536x2048.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1766-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Der Strom strömt nach Kolokasia</figcaption></figure>



<p>Mit brennender Geduld warten wir ab, was der Amtsesel von uns fordern wird, sobald wir den Antrag stellen, dass auch unser traditionelles Phoenix-Haus an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen werden möge. Sicher mehr als eine Chania-Reise mit vergeblichen Behördengängen, die wir dann aber auf einer neuen Wandertour schnell <em>ad acta</em> legen werden.</p>



<p>Im <a href="https://kolokasia.proikio.de/oel/weihnachtspost-aus-sfakia/">letzten Rundbrief</a> haben wir von dem Forschungsaufenthalt unserer Tochter Magdalena berichtet, die Anfang November 2022 Jahres nach Sfakia kam, um in Kallikratis interkulturelle Aspekte des sich um den <em>Heiligen Georg den Besäufer </em>rankenden Brauchtums kulturanthropologisch zu untersuchen. Das Ergebnis kann nun <a href="https://www.kolokasia.de/pdf/Magdalena_Lustig_Ag_Giorgos_Methistis_Final.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> eingesehen werden&nbsp;(Lesezeit ca 10 Minuten ohne Endnoten, die aber ebenso interessant sind wie der Text selbst).</p>



<p>Nach der Lektüre dieses Beitrags versteht man, warum in der interkulturellen nicht-indigenen Kolokasia-Frangokastelo-<em>community</em> Traditionen GROẞ geschrieben werden. Nach dem weinheiligen Georg haben wir im Rahmen der örtlichen Fastenbräuche am Prokio in Patsianos den „Rauchdonnerstag“ (Τσικνοπέμπτη) gefeiert, an dem zum letzten Mal vor der österlichen Fastenzeit Fleisch gegrillt und gegessen wird, und 10 Tage später in der einzigen in Chora Sfakion geöffneten Taverne den „Ascher-“ oder „Sauberen“ Montag (Καθαρά Δευτέρα), ab dem man schon nicht mal mehr Fisch essen darf, sondern nur noch angeblich blutfreie Meerestier-Produkte wie Tintenfische und Fischei-Zubereitungen, aber auch fast beliebige Süßspeisen, wie den aus Sesam hergestellten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Halva">Chalvás</a>, sozusagen die Schokolade des Orients. Zumindest wenn man die speziellen Fasten-Sonderangebote (νηστίσιμα) der Supermarktketten (inkl. <a href="https://www.lidl-hellas.gr/c/nistisima/c3828">griechischer LIDL</a>) studiert, gewinnt man den Eindruck, dass nie im Jahr so viel gegessen wird wie in der Fastenzeit. Andererseits besteht das Geheimnis der so genannten „Kreta-Diät“ darin, dass man traditionell einfach zahlreiche Fastenzeiten im Jahreslauf respektierte (sicher auch von der Not gedrungen), während derer man sich weitgehend vegetarisch ernährte, insbesondere von Hülsenfrüchten, Gartengemüsen und Wildkräutern, selbstverständlich mit bzw. in dem köstlichsten Olivenöl der Welt zubereitet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1668-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-596" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1668-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1668-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1668-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1668-1536x1151.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1668-2048x1535.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Τσικνοπέμπτη am Πρόκιο</figcaption></figure>



<p>Und um ein weiteres Mal an den Weihnachts-Rundbrief anzuknüpfen: Die <a href="https://kolokasia.proikio.de/citrus-marmeladen/">Citrus-Marmeladenfabrik</a> hat ihren Betrieb aufgenommen. Wir haben bisher 45 Gläser <a href="https://kolokasia.proikio.de/kretische-produkte/bergamotte-marmelade-2023/">Bergamotte</a> und 24 Pomeranzen(Bitterorangen)-Marmelade produziert. Von letzteren ist jedoch das meiste bereits reserviert. Allerdings ist unser frisch abgeernteter Baum schon wieder mit Blütenknospen gespickt, die hoffentlich dem aktuellen Regen mit Nordwind zu trotzen vermögen. Im Prinzip sollten auch noch unsere dafür sehr gut geeigneten Zitronen verarbeitet werden. Falls es soweit kommt, teilen wir das <a href="https://kolokasia.proikio.de/citrus-marmeladen/">hier</a> mit. Der Vorteil aller Citrus-Marmeladen ist, dass man ohne zugefügtes Pektin auskommt, also ohne Gelierzucker, den es hier sowieso nicht gibt. Dafür ist der Prozess einigermaßen aufwändig und nimmt jeweils 1-2 Tage in Anspruch, wie auf <a href="https://kolokasia.proikio.de/">kolokasia.proikio.de</a> beschrieben.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="587" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1895-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-587" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1895-768x1024.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1895-225x300.jpeg 225w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1895-1152x1536.jpeg 1152w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1895-1536x2048.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1895-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="570" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1903-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-570" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1903-768x1024.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1903-225x300.jpeg 225w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1903-1152x1536.jpeg 1152w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1903-1536x2048.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1903-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="571" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1904-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-571" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1904-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1904-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1904-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1904-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1904-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p>Wie die Ölbesteller leider schon erfahren mussten, ist die allgemeine Teuerung auch an den kretischen Produkten nicht vorübergegangen. Während der Honigpreis nur wegen der teurer gewordenen Behälter ein klein wenig gelitten hat und der für Raki (Tresterschnaps) überhaupt nicht, ist die Preissteigerung beim Graviera-Käse beachtlich. Liegt es beim Olivenöl an der hohen Nachfrage aus den anderen europäischen ölproduzierendern Ländern, ist es beim Käse der um 100 % gestiegene Preis der Schafsmilch (ca. 2,50 €), der wiederum auf die stark erhöhten Preise der Futtermittel zurückzuführen ist.</p>



<p>Neu im Angebot haben wir neben den Marmeladen nun auch den hochgeschätzten <strong>Kretischen Bergtee</strong> aus dem in 1000 m Höhe auf den sfakiotischen Bergen gesammelten Kraut <em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrisches_Gliedkraut">Sideritis syriaca</a></em> („Syrisches Gliedkraut“), das trotz seines Namens auf Kreta endemisch ist. Auf Kreta heißt er Μαλοτίρα (Malotira), was sich aus dem venezianischen Italienisch ableitet und als „zieht das Böse raus“ übersetzt werden kann. Besonders gut funktioniert das, wenn man seinen Tee mit einem Löffel <strong>Thymianhonig</strong> genießt und wenn es ganz bös zugeht, auch noch mit einem Schuss <strong>Raki</strong>. Weil wir im Mai, wenn das Kraut gesammelt wird, nicht hier sind, beziehen wir die Packungen (ca 40 g für 20-25 Tassen) aus dem Laden für traditionelle lokale Produkte Βούργια (Vurja) von Jorgos &amp; Uli Koukounari, der der beliebten und ebenfalls 50jährigen örtlichen Taverne Babis &amp; Popi angeschlossen ist.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="1024" data-id="600" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Sideritis_syriaca-720x1024.png" alt="" class="wp-image-600" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Sideritis_syriaca-720x1024.png 720w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Sideritis_syriaca-211x300.png 211w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Sideritis_syriaca-768x1093.png 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Sideritis_syriaca-1080x1536.png 1080w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/Sideritis_syriaca.png 1332w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Μαλοτίρα in den Αγκαθές-Bergen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="601" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1528-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-601" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1528-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1528-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1528-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1528-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1528-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="594" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1905-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-594" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1905-768x1024.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1905-225x300.jpeg 225w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1905-1152x1536.jpeg 1152w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1905-1536x2048.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1905-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
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<p>Hier die aktuellen Preise der <em>non-oil</em>-Produkte im Einzelnen (Öl-Preise <a href="https://kolokasia.proikio.de/extra-natives-olivenoel-eliva/">hier</a>):</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>Graviera-Käse aus Schafsmilch</td><td>1 kg</td><td>17,00 €*</td></tr><tr><td>Raki/Τσικουδιά</td><td>0,75 l</td><td>9,00 €**</td></tr><tr><td>Thymianhonig aus Kolokasia</td><td>1 kg</td><td>13,00 €</td></tr><tr><td>Marmelade aus Bergamotte oder Pomeranze, evtl. Zitrone</td><td>330 g</td><td>4,50 €***</td></tr><tr><td>Bergtee (Malotira)</td><td>40 g</td><td>5,00 €</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="has-small-font-size">* vakuumisiert in Packungen zu jeweils ungefähr 500 oder 1000 g, die sich im Kühlschrank monatelang halten<br>** andere jeweils gewünschte Mengen, z.B. 0,5 l oder 1 l können abgefüllt werden<br>*** davon 0,50 € für das Gebinde, die wir bei Rückgabe gerne erstatten</p>



<p>Ich versuche die hierzu bereits eingegangenen Anfragen zusammenzuklauben, die in den Ölbestellungen enthalten waren und hoffe, dass ich nichts übersehe. Eine nochmalige Bestätigung, auch in Anbetracht der neuen Preise, wäre aber hilfreich (wohlgemerkt nur für diese Produkte, nicht für Öl, das ist im Kasten!).</p>



<p>Somit danken wir nur noch für eure Aufmerksamkeit und das Interesse an unserem Rundbrief und entlassen euch in euren Frühling, herzlich sfakiotisch grüßend</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="52" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirm­foto-2022-12-22-um-13.39.41-300x52.png" alt="" class="wp-image-271" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirm­foto-2022-12-22-um-13.39.41-300x52.png 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/Bildschirm­foto-2022-12-22-um-13.39.41.png 732w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1848-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-590" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1848-1024x768.jpeg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1848-300x225.jpeg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1848-768x576.jpeg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1848-1536x1152.jpeg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2023/03/IMG_1848-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Liebten Sie Griechenland?</title>
		<link>https://kolokasia.proikio.de/tourismus/geschichten/</link>
					<comments>https://kolokasia.proikio.de/tourismus/geschichten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Λύκος]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 1998 03:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauen in Kolokasia]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Anfänge]]></category>
		<category><![CDATA[Sfakiotische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[Abseits der ausgetretenen Pfade &#8211;Folgen Sie Beate H. auf ihrer Entdeckungsreise ins andere Kreta! Liebten Sie Griechenland, und besonders Kreta, die Wiege Europens? Aber Sie gehören nicht zur light-generation, die es nun nach Römern, Sarazenen, Venezianern, Türken und der deutschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-post-date has-text-color has-vivid-cyan-blue-color has-small-font-size"><time datetime="1998-08-27T04:56:00+01:00">27. August 1998</time></div>


<h2 class="wp-block-heading">Abseits der ausgetretenen Pfade &#8211;<br>Folgen Sie Beate H. auf ihrer Entdeckungsreise ins andere Kreta!</h2>



<div style="height:24px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:42% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="526" height="387" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/FRANGOKA.jpg" alt="" class="wp-image-143 size-full" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/FRANGOKA.jpg 526w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/FRANGOKA-300x221.jpg 300w" sizes="(max-width: 526px) 100vw, 526px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Liebten Sie Griechenland, und besonders Kreta, die Wiege Europens? </p>



<span id="more-56"></span>



<p>Aber Sie gehören nicht zur <em>light-generation</em>, die es nun nach Römern, Sarazenen, Venezianern, Türken und der deutschen Wehrmacht endgültig erobert hat und Sie sind kein Typ für faule Ferien am Familienstrand und werden es auch nicht? </p>
</div></div>



<p>Und Sie langweilt lauwarmes Wasser an seichten Stränden unter eintönig blauem Himmel von morgens bis abends, Sand in allen Ritzen, vermischt mit Sonnenöl Faktor 21, abends wahlweise liniengefährdendes SB-Büffet oder gebackene Tintengummiringe (Bauernsalat mit griechischem Schafskäse aus dänischer Alpenmilch)? Ist es ein Horror für Sie, in airkonditionierten Pullmanns auf karge Gebirgsplateaus gekarrt zu werden, um sich nach Spießrutenlauf durch Reihen von &#8222;jessplies&#8220; zischenden Tavernenwirten und Webwarenverkäufern dann von ignoranten Wanderführerschnöseln zusammen mit badebeschlappten Horden von Landsleuten durch suggestive Schluchten treiben zu lassen, wo Ihnen ebenso gemeine wie gefräßige Hausgeißen als letzte Exemplare der europäischen Wildziege verkauft werden? Oder geht Ihnen das Messer mitsamt Ihrer humanistischen Bildung in der Hose auf, wenn ein durchgestyltes Mädel von Ikarus-Tours Sie vor pseudominoischen Betonphantasien in kaum verständlichem Englisch über &#8222;Mynotawros&#8220; und &#8222;Daytheloss&#8220; [erraten?] aufklären will?</p>



<p>Dann sind Sie zweifelsohne für einen normalen Kreta-Urlaub nicht die geeignete Person. Aber Sie würden so gerne einmal auf diese Insel fahren, die irgendwann &#8211; noch in unserem Jahrhundert &#8211; schön und unverfälscht gewesen sein soll, die als Inbegriff jener besonderen Gastfreundschaft galt, die wie der Ölbaum aus jahrhundertealten, tiefen Wurzeln genährt wird. Sie träumten noch von einem Land, in dem unsere alte europäische Kultur mit den Schönheiten der Natur eine vollendete Synthese einging und das dennoch und vor allem <em>ganz anders </em>war? Und Sie hoffen noch immer, auch im Urlaub Ihr Verlangen nach geistig-körperlicher Bewegung stillen zu können und dazu noch so richtig etwas zu erleben?</p>



<p>Dann sollten Sie niemals zu Beratungszwecken ein Reisebüro betreten und einen großen Bogen um alle Ständer mit Vierfarbprospekten machen. Wir empfehlen Ihnen, &#8211; entgegen unserem eigenen publizistischen Interesse &#8211; geflissentlich den Reiseteil Ihrer Tages- oder Wochenzeitung zu überblättern und alle geschriebenen oder lebendigen, eingebildeten und ausgebildeten Reiseführer zu vergessen. Das andere Kreta zu finden, ist viel einfacher und hat außerdem den Vorteil, daß wer es nicht finden soll, auch nicht finden wird. Machen Sie&#8217;s halt einfach so wie (dereinst) Fräulein Beate H. aus Mz., deren Aventüre wir Ihnen als Beispiel für eine erfolgreiche Initiation in die Kunst des alternativen Urlaubs ans Herz legen.</p>



<p>Die Art, wie sie es angegangen ist, zeigt, daß Menschen, denen es schicksalhaft gegeben ist, selbst dann das wahre Kreta entdecken können, wenn sie eigentlich nur vorhatten, ihre Eltern auf einem relativ normalen Ausflug &#8211; der freilich nicht von der oben skizzierten Standardkategorie war &#8211; in den Frühling des östlichen Mittelmeers zu begleiten. Daß ihr Vater Jahrzehnte seines Berufslebens als Pädagoge (im altsprachlichen Sinne) dem Geist und den Göttern des alten Hellas geopfert hatte, dürfte sich günstig ausgewirkt haben auf die Entscheidung der Olympier, gerade seiner Tochter die geheime Pforte zu öffnen, wenn auch zunächst nur einen spaltbreit.</p>



<p>Sie besteigen also einfach ein Flugzeug &#8211; es wäre schon günstig, wenn es einen der gängigen kretischen Zivilflughäfen ansteuerte, aber die Chancen stehen nicht ganz schlecht, daß Sie auch mit einem nach Rhodos oder auf den Peloponnes gebuchten Flug auf Kreta zumindest zwischenlanden, z.B. aufgrund saisonal auftretender Arbeitskämpfe der Fluglotsengewerkschaft oder wegen Verständigungsschwierigkeiten des englisch sprechenden Flugkapitäns mit dem auch sprachlich eher bodenständigen Bodenpersonal.</p>



<p>Nun sehen Sie sich einmal im Flieger um: sitzt da nicht zufällig vier Reihen weiter hinten, kamufliert hinter einer schon etwas älteren Ausgabe der ZEIT, wie üblich die Nase rümpfend ob gewisser Behauptungen im Reiseteil, Ihr Spanischlehrer vom Romanischen Seminar der Uni? Ja, dann fragen Sie ihn doch ganz einfach einmal, welcher Zufall ihn in dieses Flugzeug getrieben hat, und er wird Ihnen &#8211; vielleicht nicht besonders freundlich, aber halt doch &#8211; sagen, daß er sich, wie üblich zu dieser Jahreszeit, nach Kreta begibt, natürlich nicht zum Ferien machen, sondern zum Arbeiten. Bald brauchen Sie gar nicht mehr so viel zu bohren, und er erzählt Ihnen von einem verlassenen Dorf im Südwesten der Insel, in dem er seit einigen Jahren zusammen mit einer illustren Schar ein paar alte Häuser restauriert. Sie finden das nicht uninteressant (außerdem haben Sie vielleicht schon insgeheim überlegt, wie Sie Ihre alten Herrschaften im Urlaub für 1-2 Tage vom Joch ihrer hyperaktiven Tochter entbinden könnten), und als Athen überquert ist und Sie zum Sinkflug ansetzen, haben Sie schon eine Einladung zum Kurzbesuch in Agios Georgios nebst Lageskizze im Handtäschchen.</p>



<p>Nun geben Sie sich halt den Schubs, der noch fällig war, und mieten sich am dritten Tag zu einem zweifellos überhöhten Preis eines dieser überall herumknatternden japanischen Mopeds, lassen Appartment-Anlagen und Nordküstenautobahn hinter sich und biegen bei Vrises ab in Richtung Süden: der erste Schreck ist fällig, als Sie sich bewußt werden, daß das Dutzend Löcher, das den ohnehin halb verrosteten Wegweiser <strong>Hora Sfakion 43 km</strong> relativ unlesbar macht, eigentlich nur von Pistoleneinschüssen stammen kann. Das Sträßchen wird immer enger und kurviger, Sie fahren mitten in die 2500 m hohen Weißen Berge hinein, der Asphaltbelag wechselt sich ab mit Schotter, seit 15 km kein Dorf, keiner kommt Ihnen entgegen&#8230; da sind Sie doch richtig beruhigt, als Sie endlich in einer der grundsätzlich unübersichtlichen Kurven von gleich zwei (leeren) Luxusbussen überholt werden. Wenn Sie aus der Staubwolke herausgezuckelt sind und die Paßhöhe überwunden haben, sehen Sie die Chauffeure von Zeus-Tours und Leda-Travel einträchtig in einem Kafenion am Straßenrand sitzen, vor sich schon eine größere Batterie leerer kleiner Gläschen, inmitten einer Runde düster-abenteuerlicher Gestalten im Military-Look, die sich auf ihre Hirtenstäbe stützen. Irgend etwas scheinen sie gerade zu inspizieren, das wie ein Maschinengewehr aussieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="833" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/137009-1024x833.jpg" alt="" class="wp-image-284" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/137009-1024x833.jpg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/137009-300x244.jpg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/137009-768x625.jpg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/137009-1536x1250.jpg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/137009-2048x1666.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Aber wahrscheinlich haben Sie sich getäuscht. Trotz allem entschließen Sie sich nun am besten zu einer noch etwas defensiveren Fahrweise. In wohl über 50 Haarnadelkurven sinken Sie hinab zur Küste des Libyschen Meers. Wenn Sie im Rückspiegel wieder die beiden flotten Busse sehen, sollten Sie diese Gelegenheit zu einem kurzen Halt am Straßenrand und einem Blick in die Landschaft nutzen. Kein Zweifel, diese weitgehend entwaldeten Berghänge und die nicht minder karge Küstenebene, auf der sich Ginster und anderes Stachelkraut behauptet, sind vielleicht ein Paradies für Ziegen und Schafe &#8211; daß jemand auf die Idee verfallen könnte, hier Urlaub zu machen, ist tatsächlich unwahrscheinlich. Zwar ist da hinten das Meer; aber es brandet unter einer schroffen Steilküste, zu der kein Weg hinführt und an dem offenbar keine Strandbar lockt. Etwa 10 km weiter im Osten scheint sich die wilde Landschaft etwas zu beruhigen: dort liegt in einer Ebene an einem etwas sanfteren Gestade das Frankenkastell aus dem 13. Jahrhundert und eine hingewürfelte Ansammlung von Gebäuden, unter denen sich auch einige Pensionen und Tavernen befinden sollen, das einzige, was dieser Landstrich an touristischer Infrastruktur aufzuweisen hat. Auf dem Weg dorthin sollten Sie sich gut am Lenker festhalten, denn an vier von sieben Tagen bläst ein orkanartiger Fallwind von den weißen Bergen herunter, und an den restlichen drei bringt der Scirocco Gluthitze und Wüstensand aus Libyen und färbt den Himmel gelblich (das idyllische Dörfchen, in das man sie eingeladen hat, soll aber wunderbar in einem Windschatten liegen).</p>


<figure class="wp-block-post-featured-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="320" height="240" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/levkaori008.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" style="object-fit:cover;" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/levkaori008.jpg 320w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/levkaori008-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" /></figure>


<p>Die einzige geteerte Straße bringt Sie ziemlich automatisch in das Herz jener rudimentären und sichtlich &#8211; wie alles hier &#8211; wild gewachsenen Urbanisation und vor das in Ihrer Lageskizze mit dem enigmatischen Namen &#8222;Erdnußkneipe&#8220; bezeichnete Gebäude, wo Sie hoffen dürfen, neue Instruktionen für die weitere Anreise nach Agios Georgios zu erhalten. Möglicherweise müssen Sie zuvor noch einen kleinen Schutzwall überwinden, der aus einer Horde putzmunterer deutschsprachiger Kleinkinder besteht, die auf der engen Treppe zur Kneipenterrasse unter lautem Gekreische Nachlaufen und Blindekuh spielen und es auch lustig finden, Normaltouristen (wofür Sie selbstverständlich gehalten werden) mal ein Bein zu stellen. Achtung: es könnte sein, daß mit Suvlakispießen scharf geschossen wird! Aber Sie haben ja zum Glück noch Ihren Motorradhelm auf. Auf dieser Terrasse herrscht dann doch mehr Betrieb als Sie es erwartet hatten: in der einen Ecke sitzen offenbar die diversen Eltern dieser Blagen, und zwar in einem Aufzug, als hätten sie hier seit Beginn der 70er Jahre ihr Dauerferienquartier aufgeschlagen und würden seitdem nichts anderes tun, als Backgammon spielen, Wollpullis stricken und Hermann Hesse lesen (auf jeden Fall nicht ihre Kinder erziehen &#8211; obwohl sie andererseits etwas vom Aussehen fortschrittlicher Pädagogen an sich haben).</p>



<p>Wenn Sie nun vorsichtig den Helm abnehmen, ist es nicht ausgeschlossen, daß Geräusche an Ihr Ohr dringen, die vage an deutsche Volkslieder erinnern; wenn Sie einen jugendbewegten Bruder oder Vetter haben, werden Sie es vielleicht sogar mit Pfadfindergesängen assoziieren. In der Tat sitzt da in der anderen Ecke der Terrasse eine Gruppe junger Männer, die irgend etwas vom &#8222;roten Wein&#8220; singen, der bis zum Rand die Becher füllt, während sich doch der Tisch offensichtlich unter der Last brauner und grüner Bierflaschen zweier hier üblicher holländischer Marken biegt (dazwischen wieder jene Gläschen mit Resten einer glasklaren und zweifellos leicht entzündlichen Flüssigkeit). Werfen Sie Ihre Vorurteile über Bord! Warum soll es nicht in Griechenland deutsche Gastarbeiter &#8211; offensichtlich aus dem Baugewerbe &#8211; geben, die nach Feierabend mal einen draufmachen wollen und sich natürlich über die Aufmerksamkeit einer hübschen jungen Frau aus der Heimat freuen? Diese dynamischen Burschen werden Ihnen nichts Böses antun, und unter ihnen ist nun mal auch der, der Ihnen vor ein paar Tagen im Flugzeug versprochen hat, den ersehnten Einblick in das <em>andere</em> Kreta zu verschaffen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="671" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/038042-1024x671.jpg" alt="" class="wp-image-294" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/038042-1024x671.jpg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/038042-300x197.jpg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/038042-768x503.jpg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/038042-1536x1007.jpg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/038042-2048x1343.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Läßt es sich etwa ableugnen, daß hier tatsächlich alles ziemlich anders ist, als Sie es erwartet haben? Die kräftig händeschüttelnde und schulterklopfende Begrüßung der ganzen Baumannschaft lassen Sie am besten über sich ergehen, ohne sich etwas anmerken zu lassen, auch wenn Sie den Eindruck haben, daß sich eine Wolke aus Zementstaub und Kalkbröseln über Sie legt. Zur Begrüßung nötigt man Ihnen ein Gläschen der glasklaren Flüssigkeit auf (dazu eine Handvoll Erdnüsse), und noch eins-zwei-dreie-mehr, und Sie ergeben sich darein in der Hoffnung, daß das Getränk, mit dem es hier etwas ganz besonderes auf sich haben muß, den Akklimatisierungsprozeß befördern möge.</p>



<p>Zwar ist von dem, der sich als Ihr Mentor und Gastgeber gebiert, längst alles Akademische abgefallen, doch legt er seine ganze Beredsamkeit in das Bemühen, Sie zu einem sofortigen Besuch und zur Übernachtung in dem besagten alten Dorf zu bewegen. Es soll nur wenige Kilometer von hier entfernt liegen, von denen zudem die meisten bequem auf der Ladefläche eines nur für deutsche Verhältnisse klapprigen VW-Pritschenwagens zurückgelegt werden können. Schließlich ist er mit seiner Truppe nach getanem Tagwerk nur kurz zum Entspannen und Tanken in die Ebene herabgestiegen. Aber sicher wird es Ihnen keiner verdenken, wenn Sie zunächst einmal eine Nacht in diesem gastlichen Beherbergungsbetrieb nehmen und die pittoreske Schar für heute in ihrer staubigen Aura von dannen ziehen lassen.</p>



<p>Bald sehen Sie ein, daß dies ein Fehler war. Die modernen Pädagogenkinder intensivieren ihre Spielaktivitäten mit Einbruch der Dunkelheit, nachdem man am Tisch der Erziehenden ebenfalls von eisgekühltem Nescafé zu der glasklaren Flüssigkeit übergegangen ist. Auch Ihre Hoffnung auf eine warme Dusche verläuft sich im Staube, denn es handelt sich um einen ökologisch konzipierten Pensionsbetrieb, der sein Warmwasser mit Solarenergie erzeugt und diesen Service nur bei täglich 16-stündiger Sonneneinstrahlung uneingeschränkt leisten kann. Nehmen Sie diese Erfahrungen als Teil eines notwendigen Entwöhnungsprozesses aus dekadentem mitteleuropäischen Anspruchsdenken, das ökologische Belange &#8211; vor allem im Urlaub &#8211; letztlich doch hintanstellt, wenn es um scheinbar selbstverständlichen Alltagskomfort geht. Zu diesem Bewußtseinswandel tragen auch die Schwärme von Stechmücken bei, die, kaum daß Morpheus Sie in seine Arme genommen hat, sich zunächst surrend und dann saugend in Ihrer Kammer ein Stelldichein geben. Sie bestätigen zweifelsfrei die Behauptung Ihrer neuen Bekannten, daß der morastige Küstenabschnitt direkt unterhalb der Pension ein einzigartiges Biotop darstellt, eines der letzten Rückzugsgebiete seltenster Schildkröten- und Schlangenarten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="674" src="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/057001-1024x674.jpg" alt="" class="wp-image-285" srcset="https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/057001-1024x674.jpg 1024w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/057001-300x198.jpg 300w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/057001-768x506.jpg 768w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/057001-1536x1012.jpg 1536w, https://kolokasia.proikio.de/wp-content/uploads/2022/12/057001-2048x1349.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Spätestens beim Morgengrauen dürfte der Entschluß gereift sein, unverzüglich diesem Rest Zivilisation Ade zu sagen und den Weg in das geheimnisvolle Dorf anzutreten. Sie wüßten nicht, was Sie nun noch schrecken könnte, und fühlen sich stark genug, im Verein mit Ihrem gemieteten Moped (ein Modell übrigens, das hier nicht umsonst &#8222;Entchen&#8220; genannt wird) dem wieder erstarkenden Nordwind die Stirn zu bieten. Noch etwa fünf Kilometer landeinwärts, und der Schotterweg verliert sich in einer steinernen Einöde, in der hier und da ein Johannisbrotbaum dem Ziegenfraß trotzen konnte. Endlich haben Sie Gelegenheit zu der kleinen Gebirgswanderung, die Ihnen ja auch versprochen worden war. &#8222;Bei zügigem Schritt&#8220;, den man Ihnen selbstverständlich zutraut, ist es eine Viertelstunde, aber gehen Sie ruhig etwas langsamer&#8230;</p>



<p>Die Zeit müssen Sie hier ohnehin vergessen. Irgendwann stehen Sie vor dem kleinen Kirchlein, das Ihnen als &#8222;Dorfeingang&#8220; beschrieben wurde. Von einem Dorf ist noch nicht viel zu sehen; nicht einmal zerfallene Häuser vermag das ungeschulte Auge zwischen in dem mit Olivenbäumen dicht bepflanzten Talkessel zu entdecken. Nur ein Beinhaus liegt zu Ihrer Rechten: wenn Sie unbedingt hinschauen wollen, erkennen Sie im Halbdunkel einen Haufen verblichener Schädel. dazwischen auch schon die eine oder andere leere Cola-Dose. Vor der Kaverne, die aus den hier überall herumliegenden Feldsteinen gemauert ist, blühen ein paar Orchideen. Irgendein Dante-Vers kommt Ihnen in den Sinn, von denen, die eintreten und alle Hoffnung fahren lassen sollen&#8230;</p>
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